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Hamburger-Stadtmusikanten | ||||||||||||||
Der HSV-Fanclub aus Bremen
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| 15.11.2010 | |||||||||||||||
Titel
Meisterschaften: 1922, 1923, 1928, 1960, 1979, 1982, 1983
Europapokal der Landesmeister: 1983
Europapokal Pokalsieger: 1977
DFB-Pokalsieger: 1963, 1976, 1987
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Spielberichte: Bericht von Bernd: Von der Mitgliederversammlung bis zum Spiel gegen die Eintracht Inzwischen ist die Mitgliederversammlung unseres HSV fast zwei Wochen her und die Wahlergebnisse drücken zumindest die Gefühlslage der anwesenden wahlberechtigten Mitglieder aus. Nach der konstituierenden Sitzungen am vergangen Dienstag mit ihren eindeutigen Ergebnissen bei den Wahlen zum Vorsitz sowie den stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates habe ich – Stand heute – den Eindruck, dass dieser AR ein neues Zeichen Richtung Geschlossenheit und Aufbruch in eine bessere Rückrunde gegeben hat. Dass in derselben Sitzung der teilweise erneuerte Aufsichtsrat dann noch eine einstimmige Entscheidung pro Matthias Sammer getroffen hat, ist für mich ein weiteres Indiz dafür. Die Entscheidung pro Sammer durch den Aufsichtsrat hat mich außerordentlich gefreut. Umso schmerzhafter die heutige Entscheidung von Matthias Sammer für den DFB. Sein unsägliches Statement weigere ich mich zu zitieren. Die realen Gründe für seine Absage kennt zur Stunde wohl ausschließlich Herr Sammer. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass Bastian Reinhard als vermutlich erster HSVer die Sprache wiedergefunden und sich klar und deutlich positioniert hat: „Es muss jetzt jedem im Verein klar sein, dass ich der Sportchef bin.“ Sonnabend, 08.01.2011/18.30 Uhr. Rückrundenstart für unseren HSV. Zusammen mit Markus habe ich das Spiel im Oniro verfolgt. Mal abgesehen von einigen kleineren Frotzelein mit einigen Grün-Weißen haben wir mit Freude gesehen, dass sich in der Weihnachtspause doch einiges zum Guten in unserer Mannschaft gewendet haben kann. Noch bin ich skeptisch ob es denn von Dauer sein wird. Aber soweit das durch TV-Bilder möglich ist, es überhaupt beurteilen zu können, habe ich zum ersten Mal in dieser Saison durchgängig eine geschlossene Mannschaftsleistung gesehen. Wesentliche Verbesserungen waren in der Viererkette, im Mittelfeld und im Angriff zu sehen. Frank Rost war gewohnt stark. Die Außenverteidiger Dennis Aogo (verlängerte zu deutlich verbesserten Konditionen seinen Vertrag bis 2015) und Guy Demel zeigten stark ansteigende Form. Insbesondere Guy ließ von zwei Flanken in den Anfangsminuten über seine rechte Seite fast nichts zu und bereite mit seiner Flanke das siegbringende Tor vor. Endlich einmal stoppte er seine Offensivaktionen nicht an der Mittellinie. Gut so. Kacar hat ein in der Innenverteidigung ein richtig gutes Spiel gemacht und hat durch seine kluge Spieleröffnung eine bisherige Schwachstelle im HSV-Spiel deutlich verbessert und er ist einer der den vertikalen Pass nicht nur spielen kann sondern es auch macht. Hiervon profitieren natürlich unsere schnellen offensiven Außenbahnspieler Pitroipa und Elia. Während Pit schon in der Hinrunde für viele Akzente sorgte, kommt nun auch langsam aber sicher Elia in Schwung. Was sich schon im Testspiel gegen Ajax Amsterdam andeutete setzte sich im ersten Punktspiel der Rückrunde fort. Eljero Elia hat ansteigende Form. David Jarolim und für überraschender Weise auch Ze Roberto waren eine starke Doppelsechs. Nicht so spektakulär wie gegen Ajax, aber mit einer sehr starken läuferischen Leistung empfahl sich Änis Ben Hatira für weitere Startelfeinsätze. Mit seinem Schuss in der 9. Spielminute wäre er bei den anderen 15 Bundesligatorhütern gegen die er spielen kann wohl erfolgreich gewesen und hätte uns so noch viel früher auf die Siegerstraße bringen und sich selbst für die geleistete Arbeit belohnen können. Auch Manuel Neuer war nur noch mit den Stollen am Ball. Leider reichte es für ihn. So blieb es Ruud van Nistelrooy, trotz aller für mich verständlichen Wünsche noch mal bei Real Madrid spielen zu wollen (vielleicht auch zu können) vorbehalten, unser Siegtor zu erzielen. Sein sechster Ligatreffer in der laufenden Saison. Einziger Kritikpunkt die hinlänglich bekannte Abschlussschwäche. Wäre sie nicht, Markus und ich hätten nicht bis zum Ende zittern müssen. Ihre beste Chance vergaben die Schalker in der 88. Minute. Endlich wieder ins eigene Stadion. Endlich. Heimspiel unter Flutlicht. Aber nur 50.239 Zuschauer. Schlechtester Saisonbesuch. Wohl eine Folge der Hinrunde. Um es vorweg zu nehmen, der HSV wirkte längst nicht so stark wie im vorangegangenen Spiel auf Schalke. Ich führe dies auch auf den Ausfall durch Gelbsperre von David Jarolim zurück. Dieser hatte in Gelsenkirchen noch eine sehr gute Partie gespielt und war neben anderen Akteuren bereit auch mal das „taktische Foul“ zu machen. Sein Ersatzmann war heute weit weniger als ein Ersatz. Nun bin ich noch nie ein Anhänger oder gar Freund der Spielweise Piotr Trochowskis gewesen, aber wenn er sich heute nicht endgültig aus der Mannschaft gekickt hat habe ich dafür keinerlei Verständnis. Mit dem viel zitierten Leistungsprinzip von Armin Veh hat das dann definitiv nichts und rein gar nichts zu tun. Dieser Ersatzspieler - neudeutsch Ergänzungsspieler – ist und bleibt für mich ein einziger Kringel. Pirouetten sind immer noch Bestandteil des Eiskunstlaufens. Genug zu Herrn Trochowski. Erfreulich dennoch die aggressive Spielweise insbesondere in der ersten Halbzeit, die leider nicht durch Tore von Ben Hatira (wieder eine starke läuferische und kämpferische Partie) und Ze Roberto. Zeitweise wurde der ballführende Frankfurter Spieler von drei HSVern angegriffen. Dies führte unweigerlich zu Ballverlusten der Frankfurter in der eigenen Hälfte. Mit ein wenig mehr Zug zum Tor und einem Ruud van Nistelrooy in der Form des Schalke-Spiels und zur Halbzeit wäre zumindest schon eine Vorentscheidung gefallen. A pro pos Ruud. Auf der Heimfahrt hörte ich auf NDR 90,3, dass der HSV ein telefonisches Angebot über 2 Millionen € von Real Madrid erhalten hat. Trainer und Vorstand haben dieses abgelehnt. Bernd Hoffmann wird mit den Worten zitiert: „Ein Wechsel ist unmöglich.“ Armin Veh äußerte sich nach dem Spiel auf NDR 90,3 wie folgt: „Ruud geben wir nicht ab.“ In der 35. Minute prallten Kacar und A. Meier bei einem Kopfballduell mit den Köpfen zusammen. Beide mussten ausgewechselt werden. Gojko hat eine klaffende Platzwunde davon getragen und wird nicht pausieren müssen. Pitroipa hat einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen und ist zur Vorsicht in der Halbzeit in der Kabine geblieben. Für ihn kam unser Torschütze Mladen Petric. Er vollstreckte nach präziser Flanke von Änis Ben Hatira. Durch ihn gewinnt das HSV-Spiel lange vermisste Tugenden zurück. Er ist in beiden bisherigen Spielen der erste der defensiv arbeitet und den Gegner schon in dessen Strafraum stört. Er geht weite Wege zurück in den eigenen Strafraum. Fast erinnert sein Laufpensum an Ivica Olic. Andererseits bringt er genau dieses Engagement und Power im Offensivspiel ein. Er wirkt innerhalb der HSV-Mannschaft wie ein Turbo. Zusammen mit Aogo, zur Zeit Elia und Pitroipa bringt er Tempo in das ansonsten eher behäbige Offensivspiel. Ab und zu versuchte sich heute auch Guy Demel in der Offensive, vor allem bis zur 35. Minute. Danach rückte er in die Innenverteidigung. Insgesamt heute nicht so stark wie „auf“ Schalke. Westermann mit Wacklern, Aogo gut, Rincon sah immer dann gut aus wenn er in die zentrale Position wechselte, Ze Roberto eine Chance vergeben, beste Tat insgesamt: Trochowski keine Ecken mehr treten zu lassen. Kacar sicher bis zur verletzungsbedingten Auswechslung, Rost wie so oft eine Bank. Ich bin gespannt ob es wirklich seine letzte Saison im HSV-Tor ist. Pitroipa bis zur Auswechslung mit ordentlicher Leistung, Elia wird langsam stärker in der Offensivbewegung und war heute ganz stark in Defensivarbeit. Petric war bei halber Spielzeit im Vergleich zum fahrigen van Nistelrooy effizienter und sehr einsatzfreudig. Tesche wurde in der 88. Minute noch für Elia eingewechselt. Wichtig war heute vor allem, dass die Mannschaft in der Phase als die Eintracht stärker wurde, zusammen hielt und gemeinsam kämpfte. Ich habe heute im zweiten Spiel nach einander ein e Mannschaft auf dem Platz gesehen und das ist ein ebenso wohltuender wie riesiger Unterschied zur Hinrunde. Eine Mannschaft, die in den letzten zehn Minuten für ihre drei Punkte gemeinsam kämpfte und schließlich so den hochverdienten Sieg einfuhr und sich belohnte. Noch bin ich skeptisch, denn wir erinnern uns. Zum gleichen Zeitpunkt in der Hinserie hatten wir auch sechs Punkte geholt. Hoffen wir gemeinsam, dass sich die positive Entwicklung fortsetzt. Zu welchem Ergebnis es am Ende reicht ist im Moment nicht wichtig. Nur das nächste Spiel und die nächsten drei Punkte zählen. Auf den nächsten Auswärtssieg, diesmal in Nürnberg. Nur der HSV!
Bericht von Bernd: HSV – Eine Hinrundenbilanz 27.12.2010 Winterpause in der Fußballbundesliga – Zeit sich einmal Gedanken über die Ist-Situation bei unserem HSV zu machen, die Tabellensituation den Vorstand, das Trainerteam, die Mannschaft und das Zusammenwirken aller Beteiligten. Nach dem letzten Spieltag haben Spieler wie Verantwortliche einmütig bekannt, die sportlichen Ziele nicht erreicht zu haben. Das stimmt! Leider! Hinzugefügt wird oft und gerne - wie ich meine zu oft und zu oft entschuldigend – es wäre mehr drin gewesen. Zustimmung. Ja es wäre mehr möglich gewesen, denn wir haben viele Punkte, insbesondere in den Auswärtsspielen in Bremen (2 : 3 aus HSV-Sicht), in Köln (2 : 3), in Hannover (2 : 3) und in Freiburg (0 : 1) liegen gelassen, verschenkt. Mit Ausnahme des Spiels in Freiburg hatten wir mindestens ein 2 : 2 in der zweiten Halbzeit erreicht, erkämpft und dann jeweils in den Schlussminuten verspielt. Bei den Nachbarn vom FC St. Pauli haben wir keine Derby-Einstellung gezeigt und in Dortmund schienen wir uns schon vor dem Spiel ergeben zu haben. Kampflos! Allerdings, auch zuhause haben wir einige Punkte abgegeben, die nicht notwendigerweise verloren werden mussten. 1 : 3 gegen Wolfsburg. Die klar und eindeutig bessere Mannschaft auf dem Platz, aber nur ein Tor aus den vielen Chancen. Dann muss man wenigstens defensiv gut sortiert stehen. Aber, dass ist meiner Meinung nach in dieser Saison unsere Achillesferse. Nach absolvierten 17 Bundesligapartien 28 Gegentore und aus zwei Pokalspielen 6 Gegentore. Im Durchschnitt sind dies 1,789 Gegentore pro Spiel. Zum Vergleich in den identischen Spielen haben wir 1,842 Tore im Schnitt geschossen. Mit einer Differenz von 0,053 Toren wird es sehr, sehr schwierig in der Bundesliga weiter Anschluss an die Europaligaplätze zu halten. Zum Vergleich: In der Vorsaison hatten wir in der Bundesliga ein Torverhältnis von 34 : 19. Und nein, dafür sind Torhüter und Abwehrreihe nicht allein verantwortlich. Es betrifft die generelle Ausrichtung der Mannschaft, die vom Trainerteam vorgegeben wird. Ob sie dann auf dem Platz von den Spielern im Ganzen oder auch nur von einzelnen nicht umgesetzt wird möchte ich hier nicht wertschätzen. Klar ist für mich jedoch aufgrund der gesehenen Spiele, dass es der ganzen Mannschaft in fast jedem Spiel nahezu durchgängig an dem absoluten und uneingeschränkten Willen unbedingt gewinnen zu wollen gefehlt hat. Selbst in siegreich gestalteten Spielen gab es einzelne Spieler, die diese Erfolge durch ihr Auftreten ernsthaft gefährdet haben. Leider musste das Trainerteam um Armin Veh diese Spieler aufgrund der riesigen Zahl verletzter Spieler immer wieder aufstellen. Damit bin ich bei zwei für den Saisonverlauf wesentlichen Faktoren angekommen. Die hohe Zahl verletzter Spieler und die damit verbundene Tatsache, dass Armin Veh gezwungener Maßen nicht weniger als sechzehn Mal seine Startelf verändern musste. Zunächst zu der Zahl verletzter Profis. Zeitweise fehlten 10 und elf Spieler. Dieses ist selbst für den von Experten als besten Kader seit den achtziger Jahren bezeichneten Kader deutlich zu viel und konnte folgerichtig nicht kompensiert werden. Nun kennen wir Leid geprüften HSVer das Elend mit den Verletzten ja nicht erst aus dieser Saison, sondern mit ähnlich hohen Zahlen auch aus der Vorsaison. Damals war unter anderem Bruno Labbadia in den Verdacht geraten mit seinen Trainingsmethoden mitverantwortlich zu sein. Zum Saisonbeginn wurde in der medizinischen Abteilung personell nachgerüstet. Es kam ein Orthopäde zum Team. Die folgenden Spieler haben sich im Verlauf eines Spieles verletzt: Frank Rost, Joris Mathijsen (Länderspiel), Dennis Aogo (kam verletzt von der WM zurück), Eljero Elia, David Jarolim, Gojko Kacar, Paolo Guerrero, Mladen Petric, Heung Min Son. Im Training: Dennis Diekmeier (2x), Collin Benjamin (2x), Miroslav Stepanek, Marcel Jansen (Viruserkrankung, Zehenbruch), Romeo Castelen, Mladen Petric, Ruud van Nistelrooy, Tunay Torun. Wer mitgezählt hat, es hält sich die Waage. Natürlich, andere Vereine haben auch Verletzte, auch langfristig Verletzte. Allerdings nicht in dieser Häufigkeit. Es ist ja schon hin und wieder darüber gesprochen und geschrieben worden ob die Trainingsplätze an der Arena einen zu harten Untergrund haben. Zwar gab es immer mal wieder Aussagen, dass dieses bestimmt nicht der Fall sei. Meines Wissens ist es bis heute nicht endgültig geklärt. Der für mich entscheidende Punkt an den zahlreichen Verletzungen ist jedoch der, dass sich in der Hinrunde keine Mannschaft einspielen konnte, keine Automatismen verinnerlicht werden konnten, sich die Laufwege jedes Mal geändert haben. Es gibt zum Abschluss der Hinrunde nichts auf das in der Rückrunde aufgebaut werden könnte. Und eine Spekulation am Rande: Vielleicht hat es auch negative Auswirkungen auf das Mannschaftsgefüge, die Hierarchie. Insgesamt habe ich nach dieser mageren Hinrunde das bestimmte Gefühl, dass es in der Mannschaft nicht stimmt. Mir ist schon bewusst, dass die Zeiten in denen angeblich elf Freunde eine gute Mannschaft ausmachten lange passé sind. Die Art und Weise wie uninspiriert wenigstens einige Spieler aufgelaufen sind und entsprechend auch gespielt haben erinnert mich auf fatale Weise an die Rückrunde der Saison 2009/2010 als Bruno Labbadia noch die Einzelspieler trainiert hat. Nach dem sich Thomas Doll, Huub Stevens, Martin Jol, Bruno Labbadia und seit einem halben Jahr Armin Veh an dieser Truppe versucht haben ist bei mir im Laufe der Jahre der Eindruck entstanden, dass es innerhalb der Mannschaft – wohlwollend formuliert – kein intaktes Innenleben gibt. Nach außen vermittelt sich mir das Bild einer heterogenen Gruppe, die sich aus Spielern unterschiedlichster Spielphilosophien ihrer sehr unterschiedlichen Trainertypen zusammensetzt. Auf mich wirkt es so, dass in den vergangenen Jahren Spieler positionsgebunden dazugekauft wurden, die sich mit jedem Trainer auf etwas Neues einstellen mussten. Einer der Gründe neben dem abrutschen auf einen Abstiegsplatz weshalb Thomas Doll nicht mehr als Trainer zu halten war, war der Umstand dass ihm nicht mehr folgte. Sie setzte seine Anweisungen nicht mehr auf dem Platz um. Trotz des gemeinsamen Erreichen der Champions League. Dieses Phänomen wurde in der Rückrunde der Saison 2007/2008 wieder deutlich. Damals war im Winter bekannt gegeben worden, dass es Huub Stevens zu seiner kranken Frau in die Niederlande zieht und er den auslaufenden Vertrag nicht verlängert. Die Rückrunde mit Bruno Labbadia ist uns allen noch in trauriger Erinnerung mit dem negativen Höhepunkt und völliger Arbeitsverweigerung im Spiel in Sinsheim. Ich kann nachvollziehen wenn eine Mannschaft eine Reaktion zeigt, auf Dinge die sie negativ aufnimmt. Das kann und sollte nicht vorkommen. Beim HSV ist es leider regelmäßig der Fall. Leider ist im Sommer 2010 das angekündigte Aufräumen ausgeblieben. Womit sich der Vorstandschef Bernd Hoffmann selbst als schwacher Chef in den Augen der Spieler dargestellt hat. Bernd Hoffmann ist in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender die definitiv letzte Instanz im Verein um die Vereinsinteressen gegenüber den Spielern durchzusetzen. Ist diese Instanz in einer geschwächten Position und/oder hat sich selbst geschwächt dann haben – wieder sehr wohlwollend formuliert – die Spieler eine weitere Ausrede wenn es um die Beurteilung ihrer Arbeitsnachweise geht. Für die Rückrunde wünsche ich mir, dass Armin Veh (?) die Chance hat rasch eine Stammformation zu finden, in der dann auch wieder Automatismen funktionieren, leistungsbereite den Vorzug vor unwilligen Spielern erhalten und in der erkennbar wird, dass es eine ganze Reihe von Spielern gibt, die sich für einen neuen Vertrag empfehlen wollen. Den hochgelobten Einzelkönnern in unserer HSV-Mannschaft muss klar werden, dass sie trotz ihrer individuellen Klasse eine der wichtigsten Regeln des Fußballs nicht außer Kraft setzen können: Fußball ist ein Mannschaftssport und wird nur durch Zusammenspiel erfolgreich! Dies gilt auch für die Führungsgremien! Im Sommer galt dies in aller erster Linie für den Aufsichtsrat und die verzweifelte Suche nach einem Sportdirektor. Mit Bastian Reinhardt wurde ein Spieler mit Praktikumserfahrung auf der Geschäftsstelle direkt in den Vorstand berufen. Dies nach einjähriger Suche. Was war es nicht schön als wir noch den Nachfolger von Stevens gesucht haben. Der große Vorteil von Reinhardt ist die Interna der Mannschaft als Insider zu kennen. Gemeinsam mit Veh (oder einem anderen Trainer?) muss ab dem 2. Januar 2010 an dem Kader für die nächsten Jahre gearbeitet werden. Das heißt aus meiner Perspektive, er muss deutlichst kostengünstiger werden auch wenn wir noch die Europa League erreichen sollten. Dies ist gleichbedeutend mit der Trennung von einigen teuren Spielern wie zum Beispiel Ze Roberto, Ruud van Nistelrooy, Paolo Guerrero, Guy Demel, Joris Mathijsen und Piotr Trochowski. Diese Reihe erhebt ausdrücklich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bernd Hoffmanns Verhandlungsgeschick wird dabei sehr gefragt sein, vor allem die Spieler mit langfristigen Verträgen entsprechend ihrem Marktpreis zu verkaufen. Die Scouting Abteilung ist schon seit langen und nun erst recht, aufgefordert sofort bundesligataugliche Nachwuchsspieler in Zusammenarbeit mit Bastian Reinhardt und Armin Veh für 2011 an den HSV heranzuführen und zu binden. Damit ein solches Unterfangen gelingen kann benötigen die handelnden Personen die volle Unterstützung des gesamten Vereins, der Medien und aller Fans! Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass es in den nächsten Jahren keine Chance auf einen Titel gibt. Dafür braucht eine junge Mannschaft die uneingeschränkte Unterstützung aller Fans.
Bericht von Bernd: HSV – Bayer Leverkusen 2 : 4 11.12.2010 Gott, sei Dank, dieses Spiel ist zu Ende. Nein, dieser Alptraum ist zu Ende. Über dieses Spiel will ich nicht allzu viele Worte verlieren, da es vom Ergebnis her klar und eindeutig ist, da es für Leverkusen hochverdient ist. In Halbzeit eins eine einzige Torchance (Pitroipa). Leichtfertig vergeben. Okay, es war wohl nicht ganz einfach den Ball zu verwerten, aber in dem ich dieses anerkenne, würde ich auch alle möglichen anderen Erklärungen und Ausreden anerkennen. Und das geht heute definitiv nicht. Durch ein Eigentor zum Ausgleich gekommen, dass der Eigentorschütze auch das vorentscheidende 2 : 1 für Bayer macht ist für mich irgendwie bezeichnend für unsere augenblickliche Situation. In der Folge erzielten die Rheinländer noch zwei Treffer bei einem weiteren Gegentreffer nach Abstauber von Elia. Fakt ist auch, dass wir in Halbzeit eins nur eine Chance hatten während die Leverkusener noch zwei hundertprozentige ausgelassen haben. Trotz seiner Beteiligung an wenigstens zwei Toren hat er sowohl in der ersten als auch der zweiten Halbzeit weitere hundertprozentige Torchancen der Gäste vereitelt. Zur Stimmungslage auf den Rängen muss heute gesagt werden, dass der halbzeitstand erstaunlich ruhig zur Kenntnis genommen wurde. Jedoch nach dem 1 : 3 die Rufe aus Norden und Nordwesten von „Wir wollen euch kämpfen sehen“ auf „Wir haben die Schnauze voll“ wechselten. Der Treffer zum 2 : 4 wurde mit eisiger Kälte aufgenommen. Und wenn nicht die Lautsprechertechnik ausgefallen ist, hat der Stadionsprecher es wohl schlicht übersehen, dass Elia Ergebniskosmetik betrieben hatte. Aus Leverkusener Sicht war einzig und allein die Torausbeute zu bemängeln. Was treibt mich wenige Stunden nach dem Spiel noch um? Es ist der Umstand wie seit Monaten die Mannschaft immer wieder durcheinander gewürfelt wird. Es ist der Umstand, dass es keine Automatismen gibt/geben kann. Es ist der Umstand, dass konzeptlos Ballbesitz praktiziert wird (heute 54 % laut ARD Video-Text, Torschüsse laut ZDF-Video-Text: 9 zu 18). Es ist der Umstand, dass sich die Ich-AGs des HSV leidenschaftslos, uninspiriert und phlegmatisch über Platz trollen. Es ist der Umstand, dass kaum ein Spieler seine Position hält. Es ist der Umstand, dass heute kein Spieler auch nur im Ansatz erkennen ließ, dass er zumindest schon mal den Begriff eines „vertikalen Passes“ auch nur gehört hätte. Wir kennen ja die Verse: Gesagt, ist nicht gehört, Im selben Schema kann man diesen netten kleinen Dreizeiler beliebig aus und umbauen. Aber eines wird er zur Stunde definitiv immer tun: Auf den HSV angewandt: stimmen! Nach so viel negativen, nun also der Versuch darin doch noch etwas Positives zu entdecken. Schön am Fußball ist ja auch die Tatsache, dass man alles kontrovers diskutieren kann. Schon zur Halbzeit hörte ich im Stadion: Hoffmann raus. Nun er ist sicherlich inzwischen nicht der beliebteste Vorstandvorsitzende des HSV in seiner langen und ruhmreichen Geschichte, aber auch er steht nicht auf dem Platz und verursacht vermeidbare Abspielfehler und Gegentore. Er tut dies indirekt durch seine Unterschrift unter Arbeitspapiere. Im Übrigen zusammen mit dem Sportchef und dem Aufsichtsrat der die Verträge ja vor der Unterschrift Hoffmanns genehmigt hat. Ich will damit zum Ausdruck bringen, dass die kurz- und mittelfristigen Lösungen nicht in einem Austausch von Bernd Hoffmann liegen, darüber kann man unter Nennung geeigneter Kandidaten nachdenken. Allerdings, auch nur dann. Hoffmann raus ist eindeutig zu wenig! Armin Veh hat einen Verein/eine Mannschaft übernommen, die nach der langen WM bedingten Sommerpause noch schwer unter den internen Vorgängen zwischen Mannschaft und Ex-Trainer B. Labbadia litt und/oder auch heute noch leidet. Ich weiß zwar nicht was im Einzelnen in der letzten Saison vorgefallen ist, aber eines wird auf dem Platz für mich immer wieder deutlich sichtbar: Es gibt kein wie auch immer geartetes Miteinander auf dem Feld. Der einzige der wirklich während eines Spieles mit seinen Mannschaftskollegen spricht ist Frank Rost. Sonst lief heute nichts in diese Richtung. Auffällig sind immer wieder einzelne Spieler, bei denen ich aus ihrem Verhalten und nur aus ihrem Verhalten auf dem schließe, dass sie nur für sich spielen. Ob ihre Pässe beim Mitspieler ankommen oder nicht ist für diese schon uninteressant, genauso wie es unwichtig erscheint ob ich durch meine Spielweise einen Mannschaftskollegen in Schwierigkeiten bringe oder nicht. Bei einigen wirkt es so, als ob ihnen all dieses egal wäre. Wenn ich davon ausgehe, dass Armin Veh noch das Spiel bei Borussia Mönchengladbach abwarten wird, um danach seine Winterhausaufgaben zu machen, dann hoffe ich darauf, dass er dieses auf der Basis ausreichender Erkenntnisse aus der Hinrunde macht. Insbesondere was die sogenannten Leistungsträger bisher angeboten haben, sollte meiner Meinung nach mehr als ausreichend für eine klare Entscheidung sein. Mein Wunsch: Veh trifft Entscheidungen pro oder kontra einen Spieler und hält diese Entscheidung bis zum Saisonende aufrecht. Für mich sind die Erkenntnisse aus der bisherigen Saison so eindeutig, dass ich mir wünsche einige Spieler nach der Winterpause nicht mehr im A-Kader sehen möchte, da sie für mich zweifelsfrei nachgewiesen haben, dass sie mit ihrem bisherigen auftreten kein Gewinn für den HSV (mehr) sind. Wenn es im Sommer einen größeren Umbruch geben soll, dann kann man ihn schon jetzt einleiten und den jungen Spielern zu Spielpraxis verhelfen. Dies hätte auch den positiven Nebeneffekt zu erkennen, ob sie sich in der Bundesliga durchsetzen können. Dass dies weitere Auswirkungen auf die Kaderplanung für die Saison 2011/2012 hätte ist müßig zu erwähnen. Wichtig erscheint mir, dass die im Augenblick noch zu treffenden Entscheidungen, dann auch mit der nötigen Konsequenz durchgehalten werden. Wenn er sich für die nahe und nächste Zukunft für den Einsatz der jungen Spieler entscheidet sollten wir erstens dieser dann jungen Mannschaft vorbehaltlos unsere volle Unterstützung zukommen lassen und zweitens unsere Erwartungen realistisch gestalten. Das schließt ein weiteres Jahr ohne internationalen Fußball ein. Ein Aufbau einer jungen, hungrigen und ehrgeizigen Mannschaft braucht zwei bis drei Jahre bis die ersten Früchte eingefahren werden können. Und an dieser Stelle ist dann eine weitere Entscheidung absolut not – wendig. Die Führungsetage des HSV ist aufgefordert zu der – wie ich höre – in der Winterpause zu treffenden Entscheidung nicht nur bis zum Sommer 2011 zu stehen, sondern mindestens zwei bis drei Jahre länger. Und dies gilt eben nicht nur für die Führungsetage sondern genauso und absolut uneingeschränkt für uns Fans.
Bericht von Bernd: Was für eine erste Halbzeit! Nach den beiden Auswärtsniederlagen in Dortmund und Hannover bin ich mit durchaus gemischten Gefühlen in unseren Volkspark gefahren. Was würde uns heute erwarten. Mit dem VFB war heute eine Mannschaft zu Gast, die mit dem Rücken an der Wand steht. Elf Punkte aus 13 Spielen, Tabellenplatz 16 und man will in Stuttgart auch in der nächsten Saison wieder international spielen. Ehrgeizige Ziele angesichts der augenblicklichen Situation, die die Herren Hundt und Staudt für ihren Club vorgeben. Die Stuttgarter brauchen also jeden Punkt, auch die beim HSV. Andererseits wissen wir, dass bei unserem HSV die einzige Konstante in dieser Saison die Unbeständigkeit ist. Auf nicht wirklich gute Spiele folgen in großer Regelmäßigkeit gute bis in Ansätzen sehr gute Spiele. Nur leider ist dieses nicht gleich bedeutend mit siegreichen Partien. Ich erinnere hier nur an die Partie gegen die Wölfe. Um 15.30 Uhr war angerichtet für ein weiteres Heimspiel in Unserer Arena. Über 53.000 Zuschauer, um die null Grad Außentemperatur und bei vielen mit denen ich sprach noch keine eindeutige Tendenz wie es denn nun ausgehen würde. Die ersten Minuten gehörten eindeutig dem HSV. Schon in der zweiten Spielminute die erste Ecke für uns. Getreten von Ze Roberto segelt der Eckstoß in den Stuttgarter Strafraum. Aus einem Gewühl heraus landet die Kugel bei Torun der zu Trochowski spielt. Dieser legt sich die Kugel noch mal selbst richtig auf, für einen sehr platzierten Yolleyschuss aus gut 18 Metern halblinker Position ins lange Eck. Nicht zuletzt auch weil Ulreich die Sicht versperrt ist, unhaltbar für ihn und 1 : 0 für unseren HSV. Solch eine frühe Führung hatten wir in dieser Saison noch nicht herausgespielt. Großartig. Aber was gut beginnt und im Grunde für einen entspannten Nachmittag sorgen könnte, scheint der HSV in der Hinserie der Saison 2010/2011 einfach nicht anzunehmen. Eckstoß, diesmal für die Stuttgarter auf unserer rechten Abwehrseite. Boka bringt das Leder in den Strafraum, Marica ist völlig frei und hat keinerlei Mühe den Ball vorbei am chancenlosen Frank Rost ins Tor zu köpfen. Wo waren da Guy Demel und vor allen Robert Tesche. Also doch wieder die „alte Leier“? In der Folge stellten sich wieder die bekannten Unsicherheiten ein. Nach feinem Zuspiel von Boka läuft Marica völlig frei auf Frank Rost zu, der verkürzt durch entschlossenes Herauslaufen den Winkel für Marica und greift in der entscheidenden Sekunde entschlossen zu. Marica läuft ohne Ball weiter. Verschnaufen, Luft holen. In der direkten Folge: Abwurf Rost, im Mittelfeld wird Petric – der heute viel Lauf- und Defensivarbeit leistete – angespielt und von Niedermeier von hinten niedergestreckt. Pfiff vom guten Schiedsrichter Wolfgang Stark. Freistoß HSV, gelb für Niedermeier und dann kommt über 30, 40 Meter Marica angestürmt. Meckernd und deutlich sichtbar lamentierend auf Stark zu. Der Stuttgarter scheint sich nicht beruhigen zu wollen. Gelb. Der Spieler dreht sich um, will den Ort des Geschehens verlassen und flucht weiter. Stark zitiert den Spieler wieder zu sich. Rot! Was der Spieler gesagt hat, ist mir noch nicht bekannt, aber es muss wohl eine deftige Schiedsrichterbeleidigung gewesen sein. 16. Spielminute, Stuttgart nur noch zu zehnt. Der HSV brauchte ein wenig Zeit um sich auf die neue Situation auf dem Feld einzustellen. Doch dann zeigte sich der HSV entschlossen. Er griff weiter an und bot dabei einige Dinge die mir gut gefielen. So entzog sich Petric diesmal nicht der Defensivarbeit und wurde dabei auch von Sturmpartner Tunay Torun kräftig unterstützt. Trochowski bot sich immer wieder an und machte insgesamt eines seiner besseren Spiele. Er hatte auch die meisten Balkontakte während des Spiels, 120! Zurück zum Spielverlauf. In der 29. Minute erkämpft sich Jarolim im zentralen offensiven Mittelfeld den Ball und passt nach rechts auf Jonathan Pitroipa, der in den Strafraum eindringt. Ulreich kommt heraus, versucht den Winkel zu verkürzen. Pitroipa schaut kurz und lupft dann den Ball über den Keeper hinweg zum 2 : 1 ins Tor. Ausgerechnet Pit werden jetzt einige denken. Diesmal hat er überlegt und cool sein Tor gemacht. Hoffentlich geht es weiter so für ihn und HSV, nicht nur in diesem Spiel. Doch die Stuttgarter bleiben gefährlich. Besonders auffällig an diesem Nachmittag im Volkspark ist dabei Arthur Boka, der ein ums andere Mal den Ball im Mittelfeld erobern kann und dann zügig Stuttgarter Nadelstiche einleitet. Leider fällt dabei auf, das Robert Tesche seine Chance auf der rechten Abwehrseite nicht nutzen kann. Er ist viel zu selten im Bilde wenn es schnell über die rechte Abwehrseite des HSV geht. Obwohl sie einen Mann weniger sind bleiben die Süddeutschen gefährlich. Dennoch beherrscht der HSV das Spiel und hat über 70 Prozent Ballbesitz gegen Ende der ersten Halbzeit (Anzeige im Stadion). Nach dem Schlusspfiff sind es immerhin noch 64 Prozent Ballbesitz laut ARD Videotext. In der 36. Minute ein seltenes Bild in der Arena. Wann hat es das, dass letzte Mal gegeben? Ein Doppelpass der beiden HSV-Angreifer Petric und Torun. Toruns Pass, nach Zuspiel von Petric vor dem Sechzehner, Petric startet in den freien Raum und erhält die Kugel postwendend zurück. Danach hat Petric keine Mühe mehr zum 3 : 1 zu vollenden. In der Halbzeit wurde viel darüber spekuliert ob die Mannschaft dieses Spiel nun sicher nach Hause bringen wird. Vom Anpfiff weg geht der VFB in den Angriff und wird durch mehrere individuelle Fehler von HSVern begünstigt. Die Folge das 3 : 2 durch Gentners Abstauber in der 46. Minute. Vorarbeit Harnik. Nun wittern die Stuttgarter ihre Chance vielleicht doch noch in Unterzahl den Ausgleich zu erzielen. Genügend Druck aufgrund ihrer Tabellensituation haben sie ja wirklich. Dem entsprechend tragen sie ihre gefährlichen Konter vor. In der 58. Minute wechselte Armin Veh zum ersten Mal. Er brachte van Nistelrooy für den keinesfalls enttäuschenden Heung Min Son. Torun wechselte auf die Position von Son und van Nistelrooy in den Sturm. Ach, die können doch nicht miteinander. Hat auch Veh das noch immer nicht erkannt? Von wegen! Angriff über die rechte Seite des HSV. Petric lupft den Ball in den Lauf von Van the Man, dieser hebt die Kugel über den herausstürzenden Ulreich. 4 : 2. Erster Gratulant bei Ruud: Petric. Beste Spieler beim HSV waren heute Torun, zwei Torvorlagen und ständig in Bewegung, versuchte bei Ballverlust in der gegnerischen Hälfte sofort wieder in Ballbesitz zukommen. Petric, nicht nur wegen seines Tores, sondern wegen seiner heute großen läuferischen Leistung. Trochowski, wegen seines unermüdlichen Einsatzes, seiner Spielfreude und seines Tores. Guy Demel hatte gute Szenen in der Innenverteidigung. Fazit: Ein sehenswertes Spiel mit hohem Unterhaltungswert. Offensiv hätte der HSV noch das ein oder andere Tor machen können vielleicht sogar müssen. Andererseits rettete Ze Roberto nach einem Schuss von Cacau auf der Linie. Die Defensivarbeit ist sicherlich noch verbesserungswürdig. Angesichts der verletzten Defensivspieler (Jansen, Mathijsen, Aogo, Diekmeier) hat in der gesamten bisherigen Saison noch nicht die angedachte Viererkette zusammengespielt. Hoffen wir auf möglichst viele Punkte bis zum Ende der Hinrunde und auf die Rückkehr der Verletzten zur Rückrunde (Vorbereitung).
Bericht von Bernd: Zum Auswärtsspiel beim Ballsportverein Borussia 1909 am 12.11.2010 Flutlichtspiel, über achtzigtausend Zuschauer, leider regnerisches, nasskaltes Wetter, aber Fußballherz was willst du mehr. Natürlich will man jedes Spiel gewinnen und nach dem Spiel gegen die Kraichgauer (2 : 1 nach 0 : 1 Rückstand) mit einer richtig guten Vorstellung und der Erinnerung daran in dieser Saison schon einem Spitzenreiter (FSV Mainz 05, 1 : 0 für unseren HSV) ein Bein gestellt zu haben, trafen wir uns am Freitag (12.11.2010) um 15.00 h an der Nordseite des Bremer Hauptbahnhofs. Wir, das waren Iris, Andreas, Helmut, Kurt, Marco, Markus und der Schreiberling dieser Zeilen Bernd. Nach dem alle Utensilien verstaut und die Passagiere angeschnallt waren ging es voller Optimismus Richtung „Rote Erde Kampfbahn“. So lautet immer noch der Name des in der Nachbarschaft zur heutigen Arena befindlichen Stadion, der eigentlichen Heimat des BVB. Ohne größere Verzögerungen erreichten wir wohlgemut und zuversichtlich den angeblich stimmungsvollsten Fußballtempel der Republik. Nach kurzem Fußweg vom Parkplatz erreichten wir gegen 19.00 h das Stadion. Noch genügend Zeit uns auf die Atmosphäre einzustimmen. Erstes Highlight war das Empfangen des HSV im Mannschaftbus, der unmittelbar vor dem Stadion unseren Weg kreuzte. Es gab von den vielen Hamburgern großen Applaus. Wirklich gut ist vor allem die Ausschilderung außerhalb und innerhalb des Stadions. Wirklich übersichtlich. Die bauliche Größe ist für mich definitiv beeindruckend. Allerdings mussten wir dann feststellen, dass die Sitzplätze wesentlich enger sind als zum Beispiel in unserer Volksparkarena und der Abstand zu den vorderen und hinteren Reihen noch enger ist als an der Weser. Als die Mannschaften zum warm machen herauskamen gab es die bekannten Rituale gegenseitigen auspfeifen und anfeuern. Schon jetzt – es waren noch viele Plätze frei – zeigte sich, dass der Hamburger Anhang stimmlich gut dagegen halten konnte. Was er auch über die Spieldauer tat. A pro pos Stimmung: Ich war doch etwas enttäuscht über die Stimmung von Dortmunder Seite. Erst nach dem 2 : 0 war von ihnen etwas mehr und lauter zu hören. Kurz, ich hatte es mir deutlich lauter und stimmungsvoller als in der heimischen Arena vorgestellt. Für mich bleibt nach der Erfahrung in Dortmund die Volksparkarena klar und deutlich die Nr. 1 in Sachen Support und Stimmung. Und nun endlich zum Spiel. Um mit dem negativen zu beginnen, es war ein völlig verdienter 2 : 0 Erfolg für den BVB. Kagawa und Barrios waren für die Dortmunder erfolgreich und leider sahen wir nicht nur bei den Treffern nicht wirklich gut aus. Als ein Grund für (bitte nicht als Ursache oder Ausrede verstehen) kann man natürlich die Verletztenmisere unseres HSV anführen. Mit van Nistelrooy (Muskelfaserriss), Benjamin (Muskelfaserriss), Jansen (Zehenbruch), Rost (Aufbautraining nach Außenband-Anriss), Elia (Aufbautraining nach Fersenproblemen), Aogo (Reha nach Leistenoperation), Diekmeier (Fersen-Operation), Stepanek (Reha nach Kreuzbandriss), Castelen (Reha nach Knie-OP) und Torun (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) fehlten gleich zehn Spieler und in der 34 Spielminute verletzte sich auch noch Kacar (Verdacht auf Bänderriss im Sprunggelenk). Vier Minuten nach dem Wiederanpfiff klingelte es zum ersten Mal in unserem Gehäuse. Ein vermeidbares Gegentor. Ein öffnender Pass auf den rechten Flügel des BVB (Wo war Ze Roberto?), der Borusse konnte ungehindert bis zur Grundlinie durchlaufen und in den Rücken der Abwehr passen. Kagawa hatte keine Mühe. Wer jetzt erwartet hätte, dass von unserer Mannschaft mehr Engagement sichtbar würde, sah sich getäuscht. Der wirkliche Wille, die Wende zumindest einleiten zu wollen wurde zumindest von mir schmerzlich vermisst. Es ging weiter wie bisher. Und als dann in der 70. Minute noch das 2 : 0 fiel, war auch eine Vorentscheidung in diesem Spiel gefallen. Wieder ein zu leicht verlorener Ball in der Vorwärtsbewegung, ein Pass auf Kagawa, dieser spielte wieder in den freien Raum auf der rechten Dortmunder Angriffsseite, diesmal eine Flanke an die linke Seite des Fünfmeterraumes – vorbei an Freund und Feind – ein Rückpass mit dem rechten Außenrist auf Barrios der nur noch einschieben brauchte. Zuvor war Son für Rincon (65. Minute)eingewechselt worden und kaum das er im Spiel war hatte der HSV auch seine erste gefährliche Spielszene. Son machte über die linke Angriffsseite der Rothosen Dampf. Guerrero rückte ins Sturmzentrum zu Petric. Petric hatte im gesamten Spiel die einzig torgefährliche Szene für unseren HSV, einen Kopfball den er knapp über die Latte setzte. Leider gab es keine unbedingtes „jetzt erst recht“ seitens unserer Mannschaft. Die restlichen zwanzig Minuten wurden heruntergespielt. Genau dieses, war die Enttäuschung des Abends. In Dortmund kann man durchaus verlieren, zumal in einer Phase in der die heimische Borussia gut in Schuss zu sein scheint – wie gegenwärtig. Enttäuschend ist die Art und Weise wie der HSV aufgetreten ist. Ängstlich, zaudernd (kein nachrücken bei eigenem Angriff, passives Verhalten in der Abwehr (Demel). So kann man zumindest nicht in Dortmund gewinnen. Lieber Hermann, auch von den Hamburger Stadtmusikanten aus Bremen herzliche Genesungswünsche und alles Gute für Dich. Nach einer ruhigen Rückfahrt waren wir am Sonnabendmorgen gegen 03.00 h wieder wohlbehalten am Bremer Hauptbahnhof, Nordseite angekommen. Und spätestens an dieser Stelle ganz besonderes herzlichen Dank an Marco, der uns sicher hin und zurück chauffiert hat.
Bericht von Bernd: HSV : Hoffenheim 2 : 1 6. November 2010 Heute, passend zum Spiel gegen die TSG Dietmar Hopp war Flagday in unserer Arena. Größer können Unterschiede zwischen Fangruppierungen kaum sein. Im Gästebereich nur wenig mehr als eine Handvoll, kaum an ihren Schals und Shirts erkennbaren Fans der TSG. Was für ein Unterschied dazu, die im Norden ja nun auch nicht gerade geliebten Fans der Bayern vor vierzehn Tagen. Man sah und hörte sie. Zur Einlaufmusik entfaltete sich fast im ganzen Stadion ein blau-weis-schwarzes Fahnenmeer mit Rautenfahnen, Balkenfahnen, als Trikoloren und in allen Größen. Ganz einfach sehr schön anzusehen. Dazu die sehr gute Atmosphäre in der Volkspark Arena und das obwohl es in den letzten drei Begegnungen nicht viel erfreuliches gab. Ein 0 : 0 daheim gegen die Bayern, im DFB-Pokal ein 2 : 5 in Frankfurt und ein überflüssiges 2 : 3 in Köln. Trotzdem über 54.000 Zuschauer in der Arena und die sorgten zumindest auf unserer Nordtribüne für richtig gute Stimmung. Allerdings nur bis zur 6. Spielminute. Da soll unser Leichtgewicht Jonathan Pitroipa die Kante Demba Ba in unserem Strafraum gelegt haben. Von meinem Platz (Block 18c) war es kein Foul. Hinterher habe ich mir die Szene diverse Male angesehen und komme jetzt noch weniger zu der Erkenntnis, dass es sich um ein Foulspiel von Pit gehandelt hat. Vielmehr ist es für mich ein Foulspiel von Ba gegen Pitroipa. Also nie und nimmer ein Elfmeter. Schiedsrichter Perl entschied bekanntermaßen anders. Salihovic knallte den Elfer hoch ins Tor, Drobny war chancenlos. Er entschied sich für die rechte untere Ecke vom Schützen aus gesehen. Von diesem Moment an war die freundliche gute Stimmung einer härteren Gangart gewichen. Der Support wurde jetzt deutlich aggressiver vorgetragen. Ebenso wurden die Angriffsbemühungen des HSV zielgerichteter vorgetragen und wurden somit auch torgefährlicher. Beste Chance Guerrero nach Missverständnis zwischen Torwart Haas und Rechtsverteidiger Beck. Allerdings wurde der Winkel zu spitz, so dass der Ball nur am Außennetz landete. Trotz der Leistungssteigerung schien es als ob die Hoffenheimer kaum Mühe hätten, den Ball aus der Gefahrenzone heraus zu bekommen. Auch konnten die Kraichgauer immer wieder Mlapa und Bemba Ba in Szene setzen. Es ging inzwischen in die 45. Minute als Demel von der rechten Seite eine weite Flanke an die linke äußere Strafraumseite auf Petric spielte, dieser die Flanke technisch hochwertig annahm und präzise in die Füße des mit nach vorn geeilten Heiko Westermann vorbei an Torwart Haas passte. Dieser hatte dann keine Mühe mehr den Ball zum 1 : 1 im Hoffenheimer Tor unterzubringen. Danach ging es zum Pausentee. Einige Zuschauer wollten die Mannschaft mit Pfiffen in die Pause schicken, aber es blieben dann doch vereinzelte. Es gibt Spiele da bewirkt die Halbzeitpause gravierendes. Litt das HSV-Spiel in der ersten Halbzeit noch daran, dass Fehlpässe gespielt wurden, noch nicht konsequent genug der Torabschluss gesucht worden war, so bekamen wir in der zweiten Halbzeit einen glänzend aufgelegten HSV zu sehen. Ein ums andere Mal rollten die Angriffswellen gegen das Hoffenheimer Tor. Nun wurden auch in der TSG-Defensive Schwächen mehr als deutlich. Chancen erspielte sich der HSV ab der 49. Minute im gleichmäßigen Rhythmus. Dazwischen waren allerdings Trainer Rangnicks Schützlinge immer wieder mit Konter nicht ungefährlich, aber sie wurden nicht mehr so zielstrebig vorgetragen wie in Halbzeit eins. Gleichzeitig steigerte sich die Defensivleistung unseres HSV. In der 52. Minute ist Petric fast durch und wird knapp vor der Strafraumgrenze von Marvin Compper gefoult. Petric wäre frei und allein durch gewesen und Compper foulte als letzter Mann. Also hätte es den Regeln entsprechend die rote Karte und nicht nur die gelbe sein müssen. Aber der HSV und Herr Perl. Ein Thema für sich, nicht nur in dieser Saison. Den folgenden Freistoß setzte Petric knapp über die Latte. Auf der Gegenseite trifft BA nach einem Salihovic Freistoß den Querbalken. So ging es beständig weiter. Beide Trainer wechselten drei Mal. Dies schien jedoch unserem HSV besser zu bekommen als der Rangnick-Truppe. Son, eingewechselt für Pitroipa, vergibt freistehend vor Haas (73. Minute.). Dann die 83. Minute. Ein Angriff über die linke Seite. Trochowski spielt auf Guerrero, dieser spielt auf Ze Roberto, der sich hinter Paolo in den freien Raum bewegt hat. Ze flankt in die Mitte des Strafraums, Mladen löst sich geschickt von seinem Gegenspieler, läuft dem Ball entgegen und köpft unhaltbar für Haas in das Hoffenheimer Tor. 2 : 1! Endlich, endlich wurde die Aufholjagd belohnt. Die Kraichgauer hatten nichts mehr entgegen zu setzen. Der Rest war eitel Sonnenschein, Standing Ovations, feiernde Fans und Borussia Dortmund vor der Brust. Doch wie oft hatten wir dieser Saison vermeintlich schon Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein getankt und am Ende gab es wieder ein Tal zu durchschreiten. Aber, die Hoffnung stirbt erst nach dem Schlußpfiff. Nur der HSV
Bericht von Bernd: Der einzig wahre Nord-SüdGipfel HSV : Bayern München 0 : 0 22. Oktober 2010 Alles, aber auch wirklich alles war an diesen Freitagabend für ein großes Fußballspiel in der Bundesliga angerichtet. In Festtagsstimmung kamen wieder einmal 57.000 Zuschauer in die Volksparkarena. Ausverkauft! Allseits freuten sich Frauen und Männer darauf den Hit Nr. 1 wenn es gegen die Bayern geht anzustimmen. Ganz klar, ein Sieg – wie er in den letzten Jahren häufiger gegen diesen Gegner eingefahren worden ist – sollte es heute Abend wieder sein: „Zieht den Bayern die Lederhosen aus“. Unser Selbstbewusstsein musste nach dem Auswärtssieg beim bisherigen Spitzenreiter ganz einfach stimmen. Den Tabellenführer in seinem Stadion entthront zu haben, dass bringt Selbstvertrauen. Und klar war auch, dass wir uns das zur rechten Zeit geholt hatten. Bei der Mannschaftsaufstellung der gab es dann die erwarteten Pfiffe für Hans Jörg Butt und den warmen Applaus für Ivica Olic. Unsere Mannschaft wurde wieder gefeiert. Nur bei Eric Maxim Choupo Moting gibt es immer wieder einen Hänger wegen des längeren Nachnamens. Es blieb ein frommer Wunsch und dieses Lied haben wir auch nicht angestimmt. Es war ein intensiv geführtes Spiel, mit allem was dazu gehört. Hart geführte Zweikämpfe, taktische Disziplin, einige kleine und die ein oder andere gröbere Nickligkeit. Ein Spiel 15 bis 20 Meter links und rechts der Mittellinie, selten vertikale Pässe in die Gefahrenzone, eher schon mal Einzelaktionen die für Strafraumszenen sorgten. Dies bedeutet jedoch nicht zwingend auch Torgefahr. Wer, wie ich, mit der Erwartung gekommen war, zumindest ein gutklassiges Fußballspiel sehen zu können, wurde enttäuscht oder richtiger hatte sich in dem aktuellen Leistungsstand beider Mannschaften getäuscht. Es war ein Spiel auf biederen, mittelmäßigen Niveau, dass höheren Erwartungen, die man ja durchaus haben darf, wenn 22 Nationalspieler zuzüglich der Einwechselspieler – die sind bei beiden Teams ja durch die Bank ebenfalls für ihre Nationalmannschaften unterwegs – nicht gerecht wurde. In der ersten Halbzeit gab es aus HSV-Sicht einen doppelten Aufreger. In einem Zweikampf zwischen Rost und Schweinsteiger langte letzterer übereifrig nach und traf Rosts Knie. Meiner Meinung nach mindestens eine klare gelbe Karte. Rost musste lange behandelt werden und musste in der 42. Minute ausgewechselt werden. Jaroslav Drobny kam für ihn ins Tor. Obwohl Frank Rost sich minutenlang sichtbar gequält hatte kam Drobny völlig kalt von der Bank. Sein Aufwärmprogramm absolvierte er erst in der Halbzeitpause. Drobny konnte sich in diesem Spiel nicht mehr auszeichnen, da kein Ball mehr gefährlich auf sein Tor kam. Zwei positive Szenen aus HSV-Sicht will ich schildern. In der 75. Minute. Ja, so lange dauerte es, bis der HSV eine, die erste hochkarätige Torchance zustande brachte. Also in der 75. Minute brachte Petric Trochowski in eine aussichtsreiche Schussposition allein vor Torwart Butt. Troche schoss, Butt parierte. Die zweite und wie ich meine größere Torchance für den HSV in der 81. Minute. Mladen Petric zeigte sein Können und schickte Pitroipa steil. Neufussballerisch: er zirkelte einen Vertikalpass in den Lauf von Pit. Dieser lief mit dem Ball auf das Münchener Gehäuse zu. Noch 40 Meter, 30 Meter, Butt stürzt aus seinem Tor, kein Bayernverteidiger in der Nähe, Butt kommt aus seinem Strafraum, Pitroipa hat den Ball noch am Fuß und ist kurz vor dem Bayernkeeper. Dieser wirft sich Pitroipa entgegen und versucht einen Torschuss zu verhindern. Jonathan zieht ab, schiebt die Kugel gerade noch unter Butt hindurch. Und? Und rollt und rollt – immer noch kein anderer Bayernkicker in der Nähe – und rollt an den Pfosten. Erst jetzt kommt ein Bayer und schlägt die Kugel aus der Gefahrenzone. Uuuh und ach und ooh. Es nutzt nichts. Die Chance vertan. Uuuh Pit, natürlich wer denn sonst. Ach, wenn van Nistelrooy doch noch dem Platz gewesen wäre, aber der musste ja verletzungsbedingt schon vom Feld. Der, ja der hätte keine Mühe gehabt den HSV-Sieg sicher zu stellen. Wirklich? Ooh, wie schade. Irgendwie waren sowohl das Spiel als auch das Ergebnis nicht Fisch noch Fleisch. Ein Unentschieden hilft in dieser Tabellensituation keinem Team. Für meine Begriffe war der HSV die engagiertere Mannschaft mit den ganz eindeutig besseren Torchancen. Bedauerlich auch, das Guerrero und nicht Petric in der Startformation stand. Für die Zukunft hoffe ich auf Mladen in der Anfangsformation. Immerhin haben wir die Bayern auf Distanzgehalten und weiter drei Punkte Vorsprung. Noch ist alles möglich vor allem wenn in Köln gewonnen wird. Nur der HSVBericht von Bernd: HSV : Kaiserslautern 2 :1 2. Oktober 2010 Den Fußballgott sei Dank, gerade noch einmal eine mögliche Niederlage abgewendet und den Stadtteilclub in der Tabelle wieder überholt und somit wenigstens in dieser Hinsicht wieder die richtige Reihenfolge hergestellt. Im wieder einmal ausverkauften Volkspark begann das Spiel mit einem Paukenschlag des Bundesligagründungsmitglieds aus der Pfalz. Die Lauterer, die erstmals nach ihrem Wiederaufstieg in Hamburg ihre Visitenkarte abgaben gelang schon in der 3. Minute durch einen sehenswerten Freistoßtreffer von Lakic das 0 : 1. Um bei den Gästen zu bleiben, ihnen gelangen im weiteren Spielverlauf noch zwei Aluminiumtreffer und vergaben weitere zwei Großchancen. Und der HSV? Was brachte unser HSV zustande? Nach dem Rückstand gelang zunächst nicht allzu viel, zu groß die Verunsicherung in der Mannschaft. Ihr waren deutlich anzumerken, dass sie dieser frühe Führungs-treffer der Pfälzer im Mark getroffen hatte. Das Spiel des HSV litt an diversen Fehlpässen, die Pfälzer immer wieder zu schnell vorgetragenen Angriffen nutzten die zu den bereits erwähnten 100 prozentigen führten. Die Lauterer hätten das Spiel bis zur 25., 30. Minute bereits für sich entschieden haben können. Sie taten es nicht! Als Beispiel für das fehlende Quäntchen mag der Freistoß von Ze Roberto aus der 25. Minute dienen. Vier Minuten danach setzte Ruud van Nistelrooy noch einen Kopfball aus kurzer Distanz neben das Tor. Ab etwa der 30. Minute war dann festzustellen, dass der HSV sich langsam – begleitet von „wir wollen euch kämpfen sehen“ Rufen von der Nordtribüne - von dem Rückstand erholte und ins Spiel zurück fand. Die ersten gelungenen Spielzüge waren zu registrieren, wenn gleich sie noch nicht konsequent zu Ende gespielt wurden. Leider verletzte sich in der 35. Minute auch noch David Jarolim. Für ihn wurde nach minutenlanger Behandlung auf dem Platz Gojko Kacar eingewechselt, ohne dass dieser sich auch nur ansatzweise warm machen konnte. Das geschah während der Halbzeitpause. Trotz der sich langsam einstellenden Verbesserungen im HSV-Spiel wurde die Mannschaft mit Pfiffen in die Kabine zur Halbzeitpause verabschiedet. Was dort besprochen wurde, welche Parolen herhalten mussten entzieht sich meiner Kenntnis. Aber es wurde schnell deutlich, dass diese HSV-Mannschaft das Spiel noch drehen wollte. In der zweiten Hälfte gefiel mir vor allem van Nistelrooy weil er durch die Art seines Auftritts deutlich machte, dass er unbedingt dieses Spiel noch gewinnen wollte. Zusammen mit Ze Roberto war er derjenige HSV-Spieler der immer wieder Zug zum Tor zeigte. Die Tore für den HSV köpfte ein Einwechselspieler und schoss ein Hamburger. In 69. Minute zirkelte Ze Roberto eine Flanke auf den Kopf von Gojko Kacar und dieser verwandelte seine Chance zum 1 : 1. Endlich, endlich und lang ersehnt, der Ausgleich war geschafft. Aber die Lauterer blieben stets gefährlich. Der soeben erzielte Ausgleich war noch lange keine Garantie wenigstens für ein Unentschieden. Es sollte noch bis zur 84. Minute dauern. In der 83. Minute hatte tauchte der lauterer Moravek allein vor Rost auf und wollte ihn umspielen. Dieses gelang ihm nicht, an Frank Rost gescheitert. Der direkte Gegenangriff sollte dann die Entscheidung für unseren HSV bringen. Von Rost kam der Ball zu Kacar, der sich noch in der eigenen Hälfte befand und den Ball mit einen gekonnten 40 Meter - Pass auf die rechte Außenbahn in den Lauf von Pitroipa legte. Dieser lief bis zur Grundlinie durch und passte in den Rücken der Pfälzer Abwehr. Der Hamburger Jung Eric Maxim Choupo Moting lief sich frei und dem Ball entgegen und beförderte das Leder ins gegnerische Netz. Zwei zu eins! für den HSV. Soviel Freude und vor allem Erleichterung über einen knappen 2 : 1 Sieg über einen Aufsteiger habe ich lange nicht mehr in der Volksparkarena erlebt. Ich glaube, dass darin auch mehr lag als nur die reine Freude über diesen – angesichts der ungenutzten Lauterer Großchancen – glücklichen Sieg. Zumindest vorerst ist die große Krise abgewendet. Nach zuvor vier sieglosen Spielen dürfte wieder ein wenig Optimismus einkehren. Dennoch sollte das Trainerteam eifrig daran arbeiten, dass die Mannschaft bei eigenen Angriffen besser nachrückt, passsicherer werden muss und es muss last but not least am Selbstverständnis der Spieler gearbeitet werden. Ich meine damit, dass ich viel zu selten in dieser Saison gesehen habe, dass dort eine eingeschworene Gemeinschaft oder besser noch eine Einheit aus zum Teil hoch qualitativen Spielern auf dem Platz steht. Das wird in den kommenden Wochen mit den Aufgaben in Mainz, gegen die Bayern und in Dortmund bitter nötig sein, wenn man denn etwas gewinnen will.
Bericht von Bernd: Spiel Pauli-HSV 19. September 2010 Ein Sonntagnachmittag in der Raute Endlich, endlich war es wieder so weit. Das jahrelange warten hatte ein Ende. Es gab wieder ein Stadtderby. Seit 2001 warteten wir auf das Kräftemessen mit dem Stadtteilverein. Mit einigen Matz-abbern war ich in der Raute verabredet um unser erstes Auswärtsspiel gegen den FC St. Pauli in der Bundesligageschichte beim Public Viewing zu erleben. Genau genommen wollten wir dieses Spiel feiern. Es war also Festtagsstimmung angesagt. 20 Matz-abber waren in freudiger Erwartung. Keiner tippte auf ein Unentschieden oder schlechter. Im Grunde war nur die Höhe des Sieges, den wir einfahren würden strittig. Ungeduldig wurde der Anpfiff erwartet und wäre es nach uns gegangen, hätte die Mannschaft schon in den ersten zehn Minuten St. Pauli durch mindestens zwei Tore frühzeitig deutlich machen müssen, was sie heute erwartet. Ein HSV-Schützenfest. Aber es kam ganz anders. Die HSV-Spieler wirkten uninspiriert, nicht gerade zielstrebig und erst in der 24. Minute wurde erleichtert festgestellt den ersten Schuss auf das Pauli-Tor abgegeben zu haben. Fast sah das Treiben auf dem Platz nach einen harmonischen Ringelrein aus. Später bemerkte ein HSVer: „Es fehlte nur noch, dass wir in rosa Röckchen angetreten wären. Zuviel Harmonie auf dem Platz.“ Und in der Tat, wir waren zumindest mehrheitlich ob der wenig aggressiv geführten ersten Halbzeit konsterniert. Wir hatten doch tatsächlich erwartet, dass unsere Spieler mit dem gleichen Engagement und der gleichen Leidenschaft ins Spiel gegangen wären wie die Fans im Millerntorstadion und beim Public Viewing im Volksparkstadion und insbesondere in der Raute. Dennoch gingen wir optimistisch und hoffnungsvoll in die zweite Halbzeit. Aus meiner Sicht sind zwei Dinge der zweiten Halbzeit hervorzuheben. Sie blieb nicht torlos und wurde von beiden Seiten engagierter geführt. Das erste Highlight setzten dann leider die Paulianer, die mit 1 : 0 durch Timo Boll in Führung gingen. Und ausgerechnet in diesen Moment dann noch das! Mitten in der „HSV Raute“ feiern zwei St. Pauli Fans die Führung ihres Vereins. Nun gut, viel belächelt ging es weiter und es war ja auch noch eine knappe halbe Stunde zu spielen. Also viel Zeit um dem Aufsteiger zu zeigen wie schwierig es ist in der Bundesliga Punkte zu holen. Jedoch verstrich die Zeit unaufhaltsam und wurde somit ein Verbündeter des FC. Langsam wurde es in der Anhängerschaft des HSV unruhiger. Einige Pessimisten übten sich gar schon in Galgenhumor, andere fingen bereits mit der scheinbar feststehenden Niederlage an. Heiß diskutiert wurde auch schon die Frage wie heftig wohl der Spott gegenüber uns HSVern auf der Arbeit ausfallen dürfte oder ob es ratsam ist nicht gleich die ganze Woche derselben fern zu bleiben. Wenige unverbesserliche Optimisten waren hingegen der Meinung, dass nur der gut Lachen hat, der am Ende lacht. Und nun wurde es wirklich höchste Zeit, denn wir hatten bereits die 88. Minute. Der nach gut einer Stunde eingewechselte Petric sorgte mit einem „Tor des Monats“ für den verdienten Ausgleich. Eine herrliche Yolleyabnahme mit dem linken Aussenrist von der linken Strafraumecke ins lange Eck. Einfach herrlich anzusehen. Nur zum genießen. Nach diesem Treffer war man in der Raute wieder etwas freundlicher gestimmt. Was war sonst bemerkenswert? Torwart Frank Rost absolvierte sein 400. Bundesligaspiel. Insgesamt blieb es vor, während und nach dem Spiel in der Stadt viel ruhiger als befürchtet worden war. Und auch die die HSV-Fans waren nach diesem Spielverlauf wieder ein wenig versöhnt und glaubten, sich nun wieder auf der Arbeit sehen lassen zu können.
Bericht von Bernd: Spiel HSV-Nürnberg 11. September 2010 Moin, moin zusammen, so, wieder zu Hause angekommen. Hatte in der Zwischenzeit wenigstens die Möglichkeit wieder etwas herunter zu kommen. Ob´s gelungen ist wird sich mit den folgenden Zeilen zeigen. Allgemein möchte, muss ich leider konstatieren, dass der HSV heute nicht die Leistung abgerufen hat zu der er fähig ist (siehe Schalke, Frankfurt). Drittes Buli-Spiel der Saison 2010/2011 – dritte Startformation. Klar, man kann die Probe aufs Exempel machen und Trochowski spielen lassen, auch von Anfang an. Zum wiederholten Mal das gleiche Resultat und zu dem auf seiner erklärten Lieblingsposition im zentralen Mittelfeld. Um es vorweg zu nehmen: Ich hoffe, er bleibt uns ab sofort in Pflichtspielen langfristig erspart. Eine Vertragsverlängerung kann allenfalls nur gerechtfertigt werden um einen Ablösebetrag X zu erzielen. Trochowski ist für mich der Prototyp eines Spielers der das Spiel langsam, extrem langsam machen kann. Den braucht man wenn man bei Bayern 15 Min. vor Schluß 3 : 0 führt. Aber sonst definitiv nicht. Klar weis auch ich, dass Trochowski schon gute und sehr gute Spiele für unseren HSV gemacht hat. Leider viel zu selten. Denn in der Regel schlossen sich einem guten mehrere durchwachsene Spiele an. Kommt er noch mal über diese Rolle hinaus? Allerdings an Trochowski hat es heute ganz sicher nicht allein gelegen. Und um die Aktivposten der Mannschaft zu benennen so sind sie in der Defensive zu finden. Meiner Meinung nach waren Rost, Demel, Matjes, Westermann und Jansen heute die Guten. Jarolim hatte heute wohl einen gebrauchten Tag erwischt und ich vermute er wird gedanklich mehr in Prag bei seiner hochschwangeren Frau gewesen sein. Finde ich absolut in Ordnung wenn dem so war, vielleicht wäre es ratsam gewesen ihn von diesem Spiel zu befreien damit er bei seiner Frau hätte sein können. Ze Roberto gelang heute in der Offensive weniger als in den beiden vorangegangenen Spielen. Auf links habe ich Elia eine Stunde lang vermisst allerdings gelang auch ihm wenig und in einigen Szenen lief er einfach nicht weiter. Szenen in denen er Jansen einfach hängen ließ. Schade, denn dadurch konnten einige vielversprechende Ansätze nicht vernünftig ausgespielt werden. Guerrero merkte man an, dass er auf einer für ihn ungewohnten Posititon (links offensiv) spielte. Auf eine andere Position auszuweichen, ist eben doch etwas anderes als sie konsequent und dauerhaft zu spielen. Pitroipa flink und agil, aber leider ohne größere Unterstützung durch Demel. Das Zusammenspiel zwischen beiden war gegen Schalke deutlich besser. Ruud hing weitgehend in der Luft, bekam nur wenige ansprechende und verwertbare Anspiele. Als nach gut einer Stunde Spielzeit endlich das längst überfällige 1 : 0 durch Mathijsen, nach einer Ecke von Ze Roberto fiel war im weiten Rund der Volkspark Arena großer Jubel und noch größere Erleichterung deutlich hör- und spürbar. Endlich, endlich! Jetzt wuchs die Gewissheit, dieses Spiel würden wir gewinnen. Doch die Nürnberger ließen sich von unserer Führung nicht beeindrucken und setzten weiter ihre Nadelstiche. In der 81. Minute ging es wieder einmal schnell nach vorne bei den Clubberern und angeblich soll ihr Stürmer Schieber gefoult worden sein. Für mich sah es aus als ob er absichtlich einfädelte um so den Elfmeterpfiff zu provozieren. Es ist ihm gelungen. Der Pfiff blieb nicht aus. Es gab Elfmeter und Pinola hatte keine Mühe den Ball sicher zum 1 : 1 zu verwandeln. Damit ein solches Vorhaben gelingen kann, suche man sich einen möglichst unerfahrenen Schiedsrichter aus. Herr Wingenbach absolvierte sein erst fünftes Bundesligaspiel. Ohne dass ich es als Ausrede gewertet sehen möchte – einen gehörigen Anteil an diesem Remis hat der Schiedsrichter. Der junge Schiedsrichter und seine Assistenten lagen bei diversen Abseitsentscheidungen daneben. Gravierender sehe ich die drei Elfmeterentscheidungen. Für mich: klarer Elfmeter für Pitroipa, klarer Handelfmeter gegen den FC N. und letztlich kein Elfmeter für Schieber. Was bleibt unterm Strich? Ein mageres 1 : 1. Laut der Spielstatistik mehr Torschüsse für Nürnberg. Deutlich mehr gewonnene Zweikämpfe und 75 Prozent Ballbesitz für den HSV. Aber der HSV hat zu langsam agiert, es fehlte die Zielstrebigkeit, der Zug zum Tor. Dennoch sehe ich den Punkt der Nürnberger nicht als verdient an, aber und das mussten der HSV und seine Fans wieder einmal bitter zur Kenntnis nehmen am Ende zählen doch ausschließlich die Tore. Ein unnötiger Punktverlust gegen eine Mannschaft gegen die gewonnen werden muss, wenn man oben mitspielen will.
Bericht von Bernd: HSV : Kaiserslautern 2 : 1 2. Oktober 2010 Den Fußballgott sei Dank, gerade noch einmal eine mögliche Niederlage abgewendet und den Stadtteilclub in der Tabelle wieder überholt und somit wenigstens in dieser Hinsicht wieder die richtige Reihenfolge hergestellt. Im wieder einmal ausverkauften Volkspark begann das Spiel mit einem Paukenschlag des Bundesligagründungsmitglieds aus der Pfalz. Die Lauterer, die erstmals nach ihrem Wiederaufstieg in Hamburg ihre Visitenkarte abgaben gelang schon in der 3. Minute durch einen sehenswerten Freistoßtreffer von Lakic das 0 : 1. Um bei den Gästen zu bleiben, ihnen gelangen im weiteren Spielverlauf noch zwei Aluminiumtreffer und vergaben weitere zwei Großchancen. Und der HSV? Was brachte unser HSV zustande? Nach dem Rückstand gelang zunächst nicht allzu viel, zu groß die Verunsicherung in der Mannschaft. Ihr waren deutlich anzumerken, dass sie dieser frühe Führungs-treffer der Pfälzer im Mark getroffen hatte. Das Spiel des HSV litt an diversen Fehlpässen, die Pfälzer immer wieder zu schnell vorgetragenen Angriffen nutzten die zu den bereits erwähnten 100 prozentigen führten. Die Lauterer hätten das Spiel bis zur 25., 30. Minute bereits für sich entschieden haben können. Sie taten es nicht! Als Beispiel für das fehlende Quäntchen mag der Freistoß von Ze Roberto aus der 25. Minute dienen. Vier Minuten danach setzte Ruud van Nistelrooy noch einen Kopfball aus kurzer Distanz neben das Tor. Ab etwa der 30. Minute war dann festzustellen, dass der HSV sich langsam – begleitet von „wir wollen euch kämpfen sehen“ Rufen von der Nordtribüne - von dem Rückstand erholte und ins Spiel zurück fand. Die ersten gelungenen Spielzüge waren zu registrieren, wenn gleich sie noch nicht konsequent zu Ende gespielt wurden. Leider verletzte sich in der 35. Minute auch noch David Jarolim. Für ihn wurde nach minutenlanger Behandlung auf dem Platz Gojko Kacar eingewechselt, ohne dass dieser sich auch nur ansatzweise warm machen konnte. Das geschah während der Halbzeitpause. Trotz der sich langsam einstellenden Verbesserungen im HSV-Spiel wurde die Mannschaft mit Pfiffen in die Kabine zur Halbzeitpause verabschiedet. Was dort besprochen wurde, welche Parolen herhalten mussten entzieht sich meiner Kenntnis. Aber es wurde schnell deutlich, dass diese HSV-Mannschaft das Spiel noch drehen wollte. In der zweiten Hälfte gefiel mir vor allem van Nistelrooy weil er durch die Art seines Auftritts deutlich machte, dass er unbedingt dieses Spiel noch gewinnen wollte. Zusammen mit Ze Roberto war er derjenige HSV-Spieler der immer wieder Zug zum Tor zeigte. Die Tore für den HSV köpfte ein Einwechselspieler und schoss ein Hamburger. In 69. Minute zirkelte Ze Roberto eine Flanke auf den Kopf von Gojko Kacar und dieser verwandelte seine Chance zum 1 : 1. Endlich, endlich und lang ersehnt, der Ausgleich war geschafft. Aber die Lauterer blieben stets gefährlich. Der soeben erzielte Ausgleich war noch lange keine Garantie wenigstens für ein Unentschieden. Es sollte noch bis zur 84. Minute dauern. In der 83. Minute tauchte der lauterer Moravek allein vor Rost auf und wollte ihn umspielen. Dieses gelang ihm nicht, an Frank Rost gescheitert. Der direkte Gegenangriff sollte dann die Entscheidung für unseren HSV bringen. Von Rost kam der Ball zu Kacar, der sich noch in der eigenen Hälfte befand und den Ball mit einen gekonnten 40 Meter - Pass auf die rechte Außenbahn in den Lauf von Pitroipa legte. Dieser lief bis zur Grundlinie durch und passte in den Rücken der Pfälzer Abwehr. Der Hamburger Jung Eric Maxim Choupo Moting lief sich frei und dem Ball entgegen und beförderte das Leder ins gegnerische Netz. Zwei zu eins! für den HSV. Soviel Freude und vor allem Erleichterung über einen knappen 2 : 1 Sieg über einen Aufsteiger habe ich lange nicht mehr in der Volksparkarena erlebt. Ich glaube, dass darin auch mehr lag als nur die reine Freude über diesen – angesichts der ungenutzten Lauterer Großchancen – glücklichen Sieg. Zumindest vorerst ist die große Krise abgewendet. Nach zuvor vier sieglosen Spielen dürfte wieder ein wenig Optimismus einkehren. Dennoch sollte das Trainerteam eifrig daran arbeiten, dass die Mannschaft bei eigenen Angriffen besser nachrückt, passsicherer werden muss und es muss last but not least am Selbstverständnis der Spieler gearbeitet werden. Ich meine damit, dass ich viel zu selten in dieser Saison gesehen habe, dass dort eine eingeschworene Gemeinschaft oder besser noch eine Einheit aus zum Teil hoch qualitativen Spielern auf dem Platz steht. Das wird in den kommenden Wochen mit den Aufgaben in Mainz, gegen die Bayern und in Dortmund bitter nötig sein, wenn man denn etwas gewinnen will.
Bericht von Bernd: Moin, moin zusammen und nur der HSV! Hamburger Sportverein vs. Schalke 04 Sonnabend 22.08.2010 Tja, diesen letzten, den gestrigen Sonnabend muss ich wohl als Gesamtkunstwerk bezeichnen. Aber der Reihe nach. So um halb zwei Uhr Abfahrt, Zwischenstopp auf meiner Stammtankstelle. Weiterfahrt. Nix. Keine Weiterfahrt, Reifen hinten rechts platt. Ursache, ein Nagel. Reifen gewechselt. Reifendruck bei einem vollwertigen Reserverad schlichte 3 bar, ablassen bis zum Normaldruck. Endlich geht es wirklich los. Trotz der sicher bekannten Situation auf der A 1 gutes Vorankommen. Während der Fahrt Gedanken über meine Erwartungshaltung. Klar, da ist auch eine gewisse Vorfreude auf das Spiel heute, die BuLi-Saison. Anders als allerdings als letzte Saison und die davor. Sehr viel leiser und zurückhaltender. Je länger ich fahre um so mehr Skepsis macht sich breit. Bis zum Dreieck Südwest. Bis zum Elbtunnel reichlich 10 km Stau. Pauli liegt in Freiburg hinten. Schmeckt mir nicht. Noch vor dem Elbtunnel der Ausgleich. Schon besser. Langsam, sehr langsam geht es Richtung Arena. Endlich an der Arena angekommen – Pauli führt inzwischen – ist Parkplatz rot nur noch mit VIP-Ausweis anfahrbar. Also weiter zu Parkplatz braun. Die Zeit rinnt dahin. Abpfiff in Freiburg: 3 : 1. Gut so! Hamburg hat es verdient zwei Bundesligisten zu haben. Das war der erste Dreier für dieses Ziel. Ich bin und bleibe HSVer. Als Butenhamburger im Feindesland bin ich auch über Paulierfolge gegen unsere Konkurrenz erfreut. Nun, endlich auf Parkplatz braun angekommen (einziger wirklicher Vorteil: er liegt sehr günstig zur Auffahrt Bahrenfeld). So nun aber ins Stadion. Gerade noch Zeit für eine Bratwurst und treffen der bekannten “Nachbarn” im Stadion. Und dann gehts auch schon los. Ohne auf einzelne Spielzüge und Szenen einzugehen – es war ein richtig zufriedenstellendes Spiel. Ganz besonders von unserem HSV. Nach einer gutklassigen ersten Halbzeit, die torlos endete, sofort nach Wiederanpfiff der erste Angriff unseres HSV. Van Nistelrooy vollstreckt zum verdienten 1 : 0. Ab diesemn Moment spielt Schalke nur noch mit ohne dabei den Beweis antreten zu können, dass sie in Hamburg Punkten wollen. Doch leider – wir alle kennen alle dieses Gefühl – aus heiterem Himmel: der Ausgleich. Sekunden vorher hatte ich noch gedacht die spielen das jetzt sicher vielleicht sogar souverän runter. Dann ein Freistoß, eine artistische Einlage, dass wars: 1 : 1. Beinahe im Gegenzug geht Ze Roberto bis zur Grundlinie durch und flankt auf van Nistelrooy: 2 : 1, basta. Und höchst verdient für eine überlegen geführte Partie. Das sah nach Fußball aus und ich wünsche mir/uns dass diese Leistung bestätigt wird. Zu einzelnen Spielern will ich mich jetzt noch kurz einlassen. Positiv überrascht und darüber hinaus auch noch völlig überraschend kam für mich die Leistung die Guy Demel abgerufen hat. Darauf sollte er aufbauen. Wir wissen, dass er die Fähigkeiten hat um ein gutes Offensivspiel mit gefährlichen Flanken aufzuziehen. Hoffentlich zeigt er es jetzt regelmäßig. Auf das angenehmste überraschte mich auch Petric. Meiner Meinung nach eine ansprechende und engagierte Leistung auf der “10″. Und dass Zusammenspiel mit Ruud funktionierte. Hoffentlich keine Eintagsfliege. Es wäre für den HSV, die Mannschaft und natürlich für uns von größtem Vorteil. Ganz prima auch der Blick auf die Tabelle. Stand jetzt: schon drei Punkte vor Wolfsburg, Delmenhorst und Schalke. Naja, und dann war da noch die Rückfahrt. Schnell vom Parkplatz zur Auffahrt Bahrenfeld, durch den Elbtunnel. Weit und breit kein Stau. Herrlich, denke ich und höre im Verkehrs kurze Zeit später: Vollsperrung der A 1 zwischen Bockel und Stuckenbostel. Na, das hat ja gerade noch gefehlt. Ansage: neun Kilometer Stau. Später 7, noch später 5. Sender gewechselt: 12 Kilometer. Ums kurz zu machen: Nach mehr als viereinhalb Stunden Fahrzeit für eine Strecke von gut hundert Kilometern bin auch ich wohl behalten wieder in den Hafen eingelaufen. Und da gab es die aufgenommene Zusammenfassung des Sportstudios. Allen einen schönen Sonntag. Sonntag, 22.08.2010 04.00h
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